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Artikel in den Flensburger Nachrichten

Ein Geburtshaus ohne Geburten

6. September 2011 | 04:40 Uhr | Von Cathrin Niß;Jana-Marie Kophstahl;Tibor Desler /


Sie heißen Leben willkommen: das Team der Hebammen-Praxis (Geburtshaus). Foto: sh:z

Neuer Schwerpunkt: Vor- und Nachbereitungskurse in der Hebammen-Praxis

Das Leben braucht einen guten Anfang" - so lautet das Motto des Geburtshauses Flensburg an der Friesischen Straße. Deswegen unterstützt ein Team aus erfahrenen Hebammen seit Jahren werdende Mütter, Väter und deren Babys auf dem Weg bis nach der Entbindung.

Vor etwa einem Jahr musste das interdisziplinäre Team sein Konzept ändern. "Durch die Erhöhung der Versicherungen ist es uns leider nicht mehr möglich, die Mütter während der Entbindung zu begleiten", sagt Hebamme Michaela Hallwas. Inzwischen würde pro Geburt mehr als das Dreifache an Kosten auf das Geburtshaus zukommen. Das wirke sich auf das Gehalt der Hebammen aus. "Das ist skandalös, und für die Mütter ein großer Verlust, da die vertraute Bindung zwischen Hebamme und Mutter bei der Geburt fehlt", findet Saskia Dahm. Trotzdem bleibt das Geburtshaus an der Friesischen Straße bestehen. Nun legt es den Schwerpunkt auf die Vor- und Nachbereitung der Geburt.

Die Hebammen-Praxis bietet neben geschlossenen Kursen wie Babyturnen, Geburtsvorbereitungskursen, Schwangerenyoga, Babymassagen und Rückbildungsgymnastik auch Begleitung während der Stillzeit an. "Die gesamten Kosten der Hebammenbetreuung werden im Übrigen von der Krankenkasse übernommen", weiß Michaela Hallwas. Sie und ihre Teammitglieder wollen viele weitere Mütter willkommen heißen.

 

Leider fehlt auf dem Foto unsere Heilpraktikerin Anette Völkers